Zertifizierungs-Roadmap: In welcher Reihenfolge Unternehmen Zertifizierungen umsetzen sollten

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Warum eine strategische Reihenfolge bei Zertifizierungen entscheidend ist

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, mehrere Zertifizierungen in Qualitätsmanagement, IT-Sicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz umzusetzen. Eine durchdachte Reihenfolge hilft, Kosten und Zeit zu sparen, doppelte Arbeit zu vermeiden und Synergien zwischen den Standards zu nutzen.

Diese Roadmap zeigt, welche Zertifizierungen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, ergänzt um Fallbeispiele aus der Praxis.

Phase 1: Basis schaffen – ISO 9001 als Ausgangspunkt

ISO 9001 (Qualitätsmanagement) bildet die Grundlage für viele weitere Managementsysteme. Unternehmen, die mit mehreren Zertifizierungen arbeiten möchten, sollten hier starten.

Warum ISO 9001 zuerst?

  • Standardisiert Prozesse und Dokumentation, die für andere Zertifizierungen genutzt werden können
  • Stärkt die Kundenorientierung und Produktqualität
  • Oft Voraussetzung für Geschäftspartnerschaften in regulierten Branchen

Fallbeispiel:

✅ Ein mittelständischer Maschinenbauer hat zuerst ISO 9001 implementiert, um seine Fertigungsqualität zu verbessern. Die Prozessdokumentation half später bei der Umsetzung von ISO 14001 und ISO 45001, da bereits klare Strukturen für Audits und Risikoanalysen bestanden.

Phase 2: Nachhaltigkeit und Umweltmanagement – ISO 14001 & ISO 50001

Nach erfolgreicher ISO 9001-Zertifizierung empfiehlt sich die Einführung von ISO 14001 (Umweltmanagement) und, falls relevant, ISO 50001 (Energiemanagement).

Warum ISO 14001 & ISO 50001 jetzt?

  • Nutzen bestehende Strukturen aus ISO 9001 (z. B. Dokumentation, Prozessmanagement)
  • Unterstützen Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu erfüllen
  • Besonders relevant für energieintensive Branchen

Fallbeispiel:

✅ Ein Logistikunternehmen setzte nach ISO 9001 direkt auf ISO 14001 und ISO 50001, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig Kosten durch effizienteren Energieverbrauch zu senken.

Phase 3: IT-Sicherheit und Datenschutz – ISO 27001, TISAX, SOC 2, DSGVO-Compliance

Mit zunehmender Digitalisierung rückt IT-Sicherheit immer stärker in den Fokus. Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, sollten nun eine ISO 27001-Zertifizierung oder branchenspezifische IT-Sicherheitsstandards wie TISAX oder SOC 2 einführen.

Welche Zertifizierung für wen?

  • ISO 27001 – Standard für Informationssicherheits-Management (alle Branchen)
  • TISAX – Pflicht für Zulieferer in der Automobilindustrie
  • SOC 2 – Relevanter Standard für Cloud-Dienstleister und SaaS-Unternehmen
  • DSGVO-Compliance – Keine formale Zertifizierung, aber oft mit ISO 27001 kombinierbar

Fallbeispiel:

✅ Ein IT-Dienstleister mit Kunden aus der Finanzbranche implementierte ISO 27001, um seine IT-Sicherheitsprozesse zu standardisieren. Parallel wurde eine SOC 2-Zertifizierung für internationale Kundenanforderungen umgesetzt.

Phase 4: Arbeitsschutz und branchenspezifische Standards – ISO 45001, HACCP, IFS

Sobald Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und IT-Sicherheit etabliert sind, können Unternehmen spezifische Zertifizierungen für Arbeitsschutz, Lebensmittelsicherheit oder branchenspezifische Anforderungen integrieren.

Relevante Zertifizierungen:

  • ISO 45001 – Arbeitsschutzmanagement (sinnvoll für produzierende Unternehmen)
  • HACCP / IFS Food – Lebensmittelindustrie
  • ISO 13485 – Medizintechnik

Fallbeispiel:

✅ Ein Lebensmittelhersteller mit bestehender ISO 9001- und ISO 14001-Zertifizierung führte HACCP- und IFS Food-Zertifizierungen ein, um die gesetzlichen Vorgaben im Handel zu erfüllen.

Phase 4: Arbeitsschutz und branchenspezifische Standards – ISO 45001, HACCP, IFS

Sobald Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und IT-Sicherheit etabliert sind, können Unternehmen spezifische Zertifizierungen für Arbeitsschutz, Lebensmittelsicherheit oder branchenspezifische Anforderungen integrieren.

Relevante Zertifizierungen:

  • ISO 45001 – Arbeitsschutzmanagement (sinnvoll für produzierende Unternehmen)
  • HACCP / IFS Food – Lebensmittelindustrie
  • ISO 13485 – Medizintechnik

Fallbeispiel:

✅ Ein Lebensmittelhersteller mit bestehender ISO 9001- und ISO 14001-Zertifizierung führte HACCP- und IFS Food-Zertifizierungen ein, um die gesetzlichen Vorgaben im Handel zu erfüllen.

Fazit: Zertifizierungen strategisch planen für maximale Effizienz

Unternehmen, die Zertifizierungen in einer strukturierten Reihenfolge umsetzen, profitieren von:

✅ Weniger Mehraufwand durch Synergien zwischen den Standards
✅ Geringeren Zertifizierungskosten durch parallele Audits
✅ Schnellerer Umsetzung durch bereits etablierte Managementstrukturen

Mit einer Compliance-Plattform wie Kopexa lassen sich Zertifizierungsprozesse automatisieren und effizient verwalten.

Article written by

Julian Köhn

Fullstack-Webentwickler, Freelancer und Indie Hacker mit Fokus auf die Entwicklung und Skalierung profitabler SaaS-Produkte. Arbeitet an digitalen Lösungen mit nachhaltigem Wachstumspotenzial und teilt Wissen rund um Webentwicklung, Technologie und Automatisierung.

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