NIS-2, DSGVO & ISO 27001: Wie Unternehmen sich effektiv auf neue Regulierungen vorbereiten

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Steigende regulatorische Anforderungen: Eine Herausforderung für Unternehmen

Unternehmen sehen sich zunehmend strengeren gesetzlichen Anforderungen im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz ausgesetzt. Insbesondere die NIS-2-Richtlinie, die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die ISO 27001-Zertifizierung stellen Organisationen vor neue Herausforderungen.

Während die DSGVO bereits seit 2018 verbindlich ist, tritt die NIS-2-Richtlinie 2024 in Kraft und verschärft die Anforderungen für Unternehmen in kritischen und wichtigen Sektoren. Parallel dazu setzen immer mehr Unternehmen auf eine ISO 27001-Zertifizierung, um sich gegenüber Partnern und Kunden als sicherer Dienstleister zu positionieren.

Für Unternehmen stellt sich die Frage: Wie kann Compliance effizient umgesetzt werden, ohne Geschäftsprozesse zu behindern?

Überblick über die wichtigsten Regulierungen

NIS-2: Verschärfte Anforderungen an Cybersicherheit in der EU

Die NIS-2-Richtlinie ist die überarbeitete Version der ursprünglichen EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit. Ziel ist es, Unternehmen besser gegen Cyberangriffe zu schützen und eine europaweit einheitliche Cybersicherheitsstrategie zu etablieren.

Was Unternehmen beachten müssen:

  • Erweiterte Meldepflichten: Sicherheitsvorfälle müssen innerhalb von 24 Stunden an die zuständigen Behörden gemeldet werden.
  • Strenge Risikomanagement-Vorgaben: Unternehmen müssen Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr von Cyberbedrohungen implementieren und regelmäßig bewerten.
  • Erhöhte Haftung für Geschäftsleitungen: Führungskräfte sind persönlich verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften.

Besonders betroffen sind Unternehmen aus den Bereichen IT, Energie, Gesundheitswesen, Finanzen, Transport und Telekommunikation.

DSGVO: Datenschutz bleibt im Fokus

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist seit 2018 in der EU in Kraft und regelt den Schutz personenbezogener Daten. Sie bleibt weiterhin eine der wichtigsten und anspruchsvollsten Compliance-Anforderungen für Unternehmen.

Herausforderungen für Unternehmen:

  • Strenge Nachweispflichten: Unternehmen müssen jederzeit belegen können, dass sie DSGVO-konform arbeiten.
  • Hohe Bußgelder: Verstöße können mit bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.
  • Erweiterte Betroffenenrechte: Nutzer haben umfassendere Rechte, etwa auf Datenlöschung und Datenportabilität.

Besonders für Unternehmen, die mit großen Mengen personenbezogener Daten arbeiten, ist ein strukturiertes Datenschutzmanagement unverzichtbar.

ISO 27001: International anerkannte Standards für Informationssicherheit

Die ISO 27001-Zertifizierung wird zunehmend zur Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen, insbesondere in regulierten Branchen. Unternehmen, die sich nach ISO 27001 zertifizieren lassen, zeigen, dass sie ein effektives Information Security Management System (ISMS) implementiert haben.

Vorteile einer ISO 27001-Zertifizierung:

  • Strukturierte Sicherheitsprozesse durch ein standardisiertes Risikomanagement
  • Vertrauensvorteil gegenüber Kunden und Partnern
  • Bessere Resilienz gegen Cyberangriffe durch präventive Sicherheitsmaßnahmen

Die Zertifizierung ist für Unternehmen jeder Größe relevant und kann Wettbewerbsvorteile bieten.

Effektive Vorbereitung auf neue Regulierungen

1. Automatisierte Risikoanalyse & Gap-Assessment

Unternehmen sollten zunächst ihren aktuellen Stand bewerten. Eine automatisierte Risikoanalyse hilft dabei, Compliance-Lücken zu identifizieren und Maßnahmen zu priorisieren.

Best Practice:
Regelmäßige Gap-Assessments verhindern, dass Unternehmen erst kurz vor Inkrafttreten neuer Gesetze reagieren müssen.

2. Standardisierte Prozesse und Automatisierung nutzen

Viele Unternehmen verwalten ihre Compliance noch manuell – ein aufwändiger, fehleranfälliger und kostspieliger Prozess. Automatisierung und strukturierte Workflows ermöglichen es, Anforderungen effizient umzusetzen und zu dokumentieren.

Best Practice:
Zentrale Plattformen und digitale Assistenten vereinfachen die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben.

3. Kontinuierliche Überwachung & Berichterstattung

Neue Regulierungen verlangen von Unternehmen eine permanente Kontrolle und Dokumentation ihrer Sicherheitsmaßnahmen. Ein einmaliger Compliance-Check reicht nicht aus.

Best Practice:
Ein zentrales Reporting-System bietet einen Überblick über den aktuellen Compliance-Status und hilft, neue Anforderungen frühzeitig zu erkennen.

Fazit: Compliance als strategischer Vorteil

Gesetzliche Vorgaben wie NIS-2, DSGVO und ISO 27001 sind nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern bieten Unternehmen die Chance, sich als sichere und vertrauenswürdige Partner zu positionieren.

Mit einer strategischen Herangehensweise und der richtigen Technologie lassen sich gesetzliche Anforderungen effizient umsetzen, Kosten reduzieren und Sicherheitsstandards verbessern.

Mit Kopexa können Unternehmen Compliance-Prozesse automatisieren, Risiken minimieren und regulatorische Vorgaben effizient umsetzen.

Article written by

Julian Köhn

Fullstack-Webentwickler, Freelancer und Indie Hacker mit Fokus auf die Entwicklung und Skalierung profitabler SaaS-Produkte. Arbeitet an digitalen Lösungen mit nachhaltigem Wachstumspotenzial und teilt Wissen rund um Webentwicklung, Technologie und Automatisierung.

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